Worauf es ankommt

Das Chereponi Farming Project in Nordost-Ghana steuert nach neun Monaten auf den Höhepunkt des Jahres zu. Die Ernte läuft auf Hochtouren. Nun zeigt sich, worauf es letztlich ankommt: Können die Farmerfamilien eine ausreichende Ernte einfahren? Trotz vieler Herausforderungen stimmen die ersten Ergebnisse uns hoffnungsvoll. So wie die Maisernte von Familie Ibrahim.

Das Chereponi Farming Project startete im März 2021 mit 180 Farmerfamilien in eine neue Ausbaustufe. Es gilt die Familien in regenerativer Landwirtschaft weiterzubilden und sie darin zu unterstützen, langfristig von dem, was sie erwirtschaften, – leben zu können. Dies bedeutet für das Projekt hohe Investitionen in Geräte und Betriebsmittel wie organischem Dünger und einer regenerativen Kalkung der übersäuerten Felder. Aber auch für die Farmerfamilien bedeutet das Projekt ein Wandel. So werden tradierte Bearbeitungsverfahren in Frage gestellt und neue Erntemethoden erlernt.

Auf bewundernswert offene weise brachten sich die Farmerfamilien ins Projekt ein, nahmen an den Weiterbildungen teil, setzten die erlernten Methoden um und folgten den Anweisungen des geschulten Projektpersonals. So auch Familie Ibrahim. Mohammad und seine Frau Ayisheitu waren froh um die Chance, am Projekt teilzunehmen und motiviert, den Anforderungen, die die lokalen Projektmitarbeiter an sie stellten, gerecht zu werden.

Denn sie hatten stets vor Augen, worauf es ankommt: Eine ausreichende Ernte, um sich und die gesamte Familie zu ernähren.

Mohammed Ibrahim mit seiner Frau Ayisheitu, seiner Mutter Nadama und zwei seiner Kinder. ©Sabab Lou

Die ersten Ergebnisse der Ernte lassen hoffen: Statt wie in den vergangenen Jahren 8 Säcke Mais auf ihrem Feld zu ernten, waren es in diesem Jahr 20 Säcke. Und selbst nach der vereinbarten Abgabe an die Kooperative in Höhe von 40% der Ernteerträge bleiben ihnen 12 Säcke Mais übrig. Anders als in den vergangenen Jahren müssen sie hiervon nichts für die Bezahlung von Dünger, Saatgut und Traktordienstleistungen zurücklegen, da dies bereits mit der Abgabe an die Kooperative für das kommende Jahr abgedeckt ist.

Somit kann Familie Ibrahim mit einem anderthalbfachen Ertrag an Mais in das kommende Jahr gehen. Ein erster, aber bedeutsamer Schritt zur Ernährungssicherheit der gesamten Familie Ibrahim. 

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