Gambian Youth Project

Ein Arbeits- und Ausbildungsprogramm für arbeitslose Jugendliche

Seit 2019 implementiert die Stiftung zusammen mit ihrer Partnerorganisation, der Rural Development Organization Gambia (RDO Gambia), ein Arbeits- und Ausbildungsprogramm für arbeitslose Jugendliche. Das Projekt ist in der North Bank Region in Gambia angesiedelt und zielt darauf ab, den Jugendlichen eine langfristige Einkommensperspektive in der Landwirtschaft zu bieten.

In zweijährigen Kursen werden jeweils 80 junge Gambier im Anbau von Gemüse und verwandten Berufsfeldern ausgebildet. Ein wichtiges Schwerpunktthema ist dabei unternehmerisches Handeln. Eigens dafür entwickelte Entrepreneurship Module bereiten die Jugendlichen in allen Aspekten auf eine zukünftige Selbständigkeit vor. Laut Plan werden in zehn Jahren 400 Jugendliche eine solche Ausbildung absolviert haben.

Neben der theoretischen Ausbildung arbeiten die Jugendlichen im groß angelegten Gemüsegarten der RDO, und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette – sie pflanzen an, vermarkten und verkaufen die Produkte und verarbeiten sie auch.

Für die Projektstätte, in der die Jugendlichen arbeiten und ausgebildet werden, stellt die Kommune Ballingho der Stiftung direkt am Ufer des Gambia-Flusses eine Fläche von 12,5 Hektar für die Dauer von 100 Jahren zur Verfügung. Ein solares Pump- und Bewässerungssystem ermöglicht den ganzjährigen Anbau, über die Trockenzeit hinweg. Ein Gebäudekomplex mit Arbeits-, Unterrichts- und Schlafräumen dient der Ausbildung und Unterbringung der Jugendlichen.

Lesen Sie mehr über die Hintergründe, Umsetzung und das alltägliche Leben im Camp

Mit dem Projekt verfolgt die Stiftung einen strikt unternehmerischen Ansatz: Um mittel- und langfristig wirtschaftlich unabhängig zu sein, betätigt sich die RDO als Sozialunternehmen im gewerblichen Gemüsebau. Die am Markt erzielten Erlöse dienen dazu, die Projektkosten zu decken und den Weiterbetrieb zu sichern.

Das Projekt hat die volle Unterstützung der gambischen Regierung, alle Maßnahmen sind mit dem Landwirtschaftsministerium und dem Bildungsministerium gemeinsam erarbeitet, die Landrechte übertragen.

©Sarah Keßler/ Sabab LouDas Projekt ist im besten Sinne nachhaltig. Sozial nachhaltig, weil es die jungen Menschen in Lohn und Brot bringt oder sie zu Unternehmern macht. Ökonomisch nachhaltig, weil es sich gemäß Plan nach zwei bis drei Jahren selbst trägt und andernorts neu aufgelegt werden kann. Ökologisch nachhaltig, weil Solarenergie, herkömmliches Saatgut, organische Düngung und ökologische Schädlingsbekämpfung zum Einsatz kommen.

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