Baddibu-Projekt

In zwei Dörfern des Upper Baddibu Distrikts in Gambia unterstützen wir rund 200 Frauen beim Anbau von Gemüse. Dabei helfen auch viele Jugendliche.

Für die Gemeinden haben wir Gärten mit einer Gesamtfläche von 9 ha angelegt. Diese werden mit solar gefördertem Wasser bewässert. Hierfür haben wir Bohrlöcher, die bis zu 80 Meter tief reichen, gebohrt. Je nach Anlage fördern wir zwischen 130 und 160 m³ Wasser am Tag. Die Anlagen dienen dazu, dass die Menschen Einkommen für sich und ihre Familien schaffen können. Nicht zuletzt bekommen sie mit dem aus der Tiefe geförderten Wasser auch sauberes Trinkwasser. Rund 1.500 Menschen haben so einen direkten Nutzen von den Anlagen. Darüber hinaus fördern wir seit 2015 individuelle Geschäftsprojekte. Solche Projekte sind zum Beispiel die Weiterverarbeitung von Gemüse und Früchten, der Transport in die Touristenzentren an der Küste oder der Groß- und Einzelhandel mit Produkten aus den Gärten. Mit diesem Angebot bieten wir insbesondere Jugendlichen die Möglichkeit, eine berufliche Existenz aufzubauen.

Die eigens für das Projekt errichtete Nicht-Regierungs-Organisation Rural Development Organization sorgt dafür, dass Produktion und Absatz geplant und entsprechend ausgeführt werden, aber auch, dass Ersparnisse aus den Erlösen gebildet werden. Letzteres war uns besonders wichtig im Hinblick darauf, dass das Projekt sich selber trägt und wir es 2015 in die Verantwortung der Dörfer übergeben konnten. In der jetzigen Übergangsphase engagieren wir uns mit weiteren Trainings- und Capacity Building-Maßnahmen. Auch arbeiten an der Optimierung der Wertschöpfungskette. So haben 2015 und 2016 Master-Studenten der Universitäten Hohenheim und Stuttgart bei der Entwicklung von Lager- und Kühlsystemen sowie der Planung und Verarbeitung der Produktion vor Ort mitgearbeitet.

Projektarbeit in Gambia: Frauen sortieren Gemüse