Anoshe Women-Projekt

In dem im Nordosten Ghanas gelegenen Chereponi-Distrikt unterstützen wir 450 Frauen aus fünf Dörfern beim Anbau von Sojabohnen. Die Frauen bewirtschaften insgesamt eine Fläche von mehr als 300 ha.

Wir stellen Saatgut bereit, setzen Traktoren ein, um die Felder nach der Trockenzeit zu pflügen, beraten die Frauen bei der Einsaat, Düngung und Unkrautbekämpfung und  lagern die Ernte ein und verkaufen sie. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und die Armut in der Region zu reduzieren. Zählt man die Familien der Frauen und ihre Dörfer hinzu, kommen derzeit rund 7000 Menschen in den Nutzen des Projekts. Darüber hinaus helfen wir bei langfristigen Problemen wie den seit Jahren rückläufigen Erträgen. Um dagegen anzugehen, haben wir 2017 ein groß angelegtes Teilprojekt mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung aufgelegt. Schwerpunkte des Projekts waren aufwendige Düngemaßnahmen, aber auch umfassende Maßnahmen der Bodenbearbeitung. Die Maßnahmen wurden von agrarwissenschaftlichen Assistenten einer landwirtschaftlichen Universität in Tamale, Nordghana, gesteuert und überwacht. Das Resultat, eine 50prozentige Ertragssteigerung, kann sich sehen lassen. Seit Mitte 2016 fördern wir auch individuelle Geschäftsprojekte. Mit einem Kreditfonds von insgesamt 20.000 EURO helfen wir jungen Menschen aus den Projektdörfern, einen Kleinbetrieb wie etwa den Handel mit Geflügel oder Mineralöl oder eine Bäckerei aufzubauen. Die Maßnahme soll insbesondere der Abwanderung entgegenwirken.

Das Projekt wird von einer örtlichen NGO, der Anoshe Women Group durchgeführt. Zusammen mit ihr arbeiten wir daran, dass das Projekt sich in zwei, drei Jahren selbst finanziert. Mit dem erfolgreich verlaufenenen Produktivitätssteigerungsprojekt sind wir diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen.

Sojaanbau in Ghana: Frauen sitzen bei einer Besprechung im Schatten