Jahresbericht 2016

Es ist Zeit, die Zahlen und Fakten auf den Tisch zu legen. Wie erfolgreich konnten wir unsere Projekte umsetzen? Ist es uns gelungen, mehr Verantwortung an die Projektpartner zu übertragen?

Sie kennen sie sicher auch, die täglichen Herausforderungen und Hürden. Manche scheinen zunächst unüberwindbar. Sie stoppen uns jäh, lassen uns zweifeln und zurückweichen. In den letzten Wochen und Monaten standen wir vor einigen solcher Herausforderungen.

In unserem Anoshe Women-Projekt im armen Nordost-Ghana zweifelten wir gar, ob die völlig ausgelaugten Böden noch zu retten seien. Die einzige Einkommensquelle der Frauen stand plötzlich auf dem Spiel. In unserem Baddibu-Projekt in Gambia zerplatzte der Traum eines endlich angemessenen Verdienstes, als massenweise günstige Zwiebeln aus Holland angeliefert wurden und die Hotels ihre Bestellungen bei unserer Frauenkooperative zurückzogen..

Diese niederschmetternden Erfahrungen ziehen einem den Boden unter den Füßen weg. Doch die Frauen und Jugendlichen in unseren Projekten sind entschlossen sich nicht entmutigen zu lassen. Gemeinsam nehmen wir erneut Anlauf.

Dass wir solche Situationen so gut meistern können, liegt vor allem daran, dass wir 2016 viel Zeit und Arbeit darin investiert haben, nicht nur die Projekte zu konsolidieren sondern bewusst die Eigenverantwortung der Projektpartner zu fördern. Die Befähigung zur Eigenständigkeit ist das Fundament nachhaltig angelegter Projekte. 

Jahresbericht 2016

Verantwortung übertragen

2016 ging es uns besonders darum, Maßnahmen zur Einkommenssicherung zu entwickeln, und zwar unter der Prämisse nachhaltiger Bodenbewirtschaftung. Zusammen mit unseren Projektpartnern konzipierten wir umfassende Maßnahmen, die uns heute helfen, die Düngemaßnahmen in Nordost Ghana umzusetzen, und die es uns ermöglichen große Hotels in Gambia zu beliefern. Die Einkommenssicherung ist das A & O erfolgreicher Projektarbeit, denn nur wenn sie sich rentiert für unsere Projektpartner, werden sie auch fortgeführt.

Ein ebenso starkes Augenmerk haben wir auf die Befähigung unserer Projektpartner vor Ort gelegt. Zu einem Zeitpunkt, wo unsere Projekte am Ende der Reifephase angelangt sind, geht es darum, die Eigenverantwortung so zu stärken, dass wir diese vollends an die Projektpartner abgeben können. Das heißt auch, die lokalen Organisationen personell und logistisch zu stabilisieren, dass sie zu einer leistungsstarken Implementierungsinstitution werden. Unser erstes Projekt haben wir bereits abgegeben: Als Direktor von unserer Partnerorganisation First-Step-Foundation, hat die Stiftung Lawrence Osei Asamoa volle Verantwortung für das First Step-Projekt übertragen. Auch in unseren anderen Projekten hoffen wir, ab 2018 eine Exit-Strategie einzuleiten.

Aber am besten machen Sie sich ein eigenes Bild von unserer Arbeit. Lesen Sie unseren Jahresbericht

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