Grund zur Hoffnung

Die Ernte im Chereponi Farming Project steht kurz bevor. Und es besteht Grund zur Hoffnung. Das Pflanzenwachstum ist gut, die Ausreifung der Feldfrüchte hat begonnen. Zurückzuführen ist dies auf zwei zentrale Aspekte. 

In der entlegenen Projektregion im Nordosten Ghanas ist die Degradation der Böden stark fortgeschritten. Die Ernte der Menschen reicht nicht mehr aus, sich und ihre Familien zu ernähren, geschweige denn den Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen.

Das Chereponi Farming Project legt daher einen besonderen Schwerpunkt darauf, die Bodenbeschaffenheit zu verbessern und gleichzeitig die Erträge zu steigern. Mittels schonender Bodenbearbeitung, Fruchtwechsel, Gründüngung, Untersaaten und nachhaltigen Ernteverfahren soll die Landwirtschaft als einzige Einkommensquelle der Menschen dauerhaft erhalten werden.

Erste Maßnahmen zeigen bereits Wirkung

 

Seit Anfang März 2021 bewirtschaften 360 Farmerinnen und Farmer im Nordosten Ghanas 240 Hektar Ackerfläche nach Prinzipien nachhaltiger Landwirtschaft. So folgte einer ersten regenerativen Kalkung und umfassender organischer Düngung die schonende Bodenbearbeitung mittels Grubber und Scheibenegge, sowie die Aussaat hochwertiger Saatgüter – immer begleitet von umfassenden Schulungseinheiten.
Und diese Maßnahmen zeigen bereits Wirkung. Nach einer nahezu 100-prozentigen Aufkeimung der Saat entwickeln sich die Pflanzen vielversprechend und die Ausreifung der Feldfrüchte Soja, Mais, Hirse und Sesam hat begonnen. Also Grund zur Hoffnung, dass die 360 Farmerinnen und Farmer in diesem Jahr eine Ernte erhalten, die ihre Ernährungs- und Einkommenssituation deutlich verbessert.

Der Regen als Erfolgsfaktor

 

Ende Oktober soll die Ernte starten. Dass diese voraussichtlich gut ausfallen wird liegt auch, soviel Ehrlichkeit gehört dazu, am Regen. Bisher fiel er in diesem Jahr regelmäßig und unterstützte damit die Bemühungen aller Beteiligten. Anders als im letzten Jahr, wo Starkregen Teile der Felder zerstörte und in der wichtigen Reifephase Ende September der Regen ausblieb.

Doch ob der Regen auch bis zur Ernte fallen wird und in den kommenden Jahren verlässlich bleibt, ist nicht sicher. Denn die Folgen des Klimawandels sind vor Ort schon deutlich spürbar. Umso wichtiger ist es, die Bodenbeschaffenheit zu verbessern, dass dieser mehr Nährstoffe und Feuchtigkeit speichern und durch mehr Struktur den Pflanzen einen natürlichen Schutz bieten kann.

Trotz der ersten Erfolge sind wir noch nicht am Ziel. Wir machen weiter. Unterstützen Sie uns und helfen Sie dabei, der Degradation der Böden in Chereponi entgegenzuwirken. Denn für die Menschen vor Ort ist ihr Boden alles, was sie haben.

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