Coronavirus: Regelmäßige Updates aus den Projekten

Das Coronavirus ist in Ghana und Gambia angekommen – mit Auswirkungen für unsere Projektarbeit. Hier halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Die Gesundheit der Menschen vor Ort hat oberste Priorität. Doch stellt das Virus vor allem die ärmsten Menschen vor eine sehr schwierige Situation. Wenn sie das Feld nicht bestellen können, haben sie kein Einkommen und kein Essen. Es gibt, anders als beispielsweise in Deutschland, keine Rettungspakete der Regierung. Die Farmerin oder der Tagelöhner steht in dieser Situation im Zweifel vor der Entscheidung: Hunger oder Corona.

Deshalb werden wir zusammen mit unseren engagierten Projektpartnerinnen und -partnern versuchen, mit allen uns in dieser Situation möglichen Mitteln und durch kreative Lösungen weiterzuarbeiten – verantwortungsbewusst und unter Einhaltung aller offiziellen Sicherheitsmaßnahmen. Für die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner, für die Jugendlichen und ihre Zukunft.

 

16. SEPTEMBER: Lage in Ghana entspannt sich

Fangen wir mit der guten Nachricht an:
GHANA scheint den Höhepunkt der Pandemie überstanden zu haben. Während im Juli noch 17.760 neue Fälle im Vergleich zum Vormonat gemeldet wurden, registriert die John Hopkins Universität im September (bis jetzt) nur 3.120 neue Infektionen (Quelle: https://coronavirus.jhu.edu/region/ghana).  In der Upper Eastern Region – unserer Projektregion – sind nur drei aktive Fälle gemeldet. Dementsprechend lockern sich auch die Corona-Restriktionen.

Der internationale Flughafen in Accra ist seit dem 1. September 2020 wieder geöffnet, wenn auch noch mit eingeschränktem Reiseverkehr. Alle Einreisenden werden direkt am Flughafen auf Covid-19 getestet. Weiterhin meldet das Auswärtige Amt: „Reisen innerhalb des Landes sind uneingeschränkt möglich. Es besteht die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Kirchen und Moscheen sind wieder geöffnet. Öffentliche Versammlungen, Sportveranstaltungen und Konferenzen bleiben bis auf weiteres verboten. Strände und Bars in abgeschlossenen Räumen bleiben geschlossen. Schulen und Universitäten sind eingeschränkt für Abschlussklassen, geöffnet, bleiben ansonsten bis Jahresende geschlossen.“ (Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/ghanasicherheit/203372).

Das heißt auch für unser neues Chereponi Farming Projekt erstmal Entspannung. Alles kann so weitergehen wie geplant.
Hier können Sie mehr über das Projekt und die einzelnen Maßnahmen, die wir jetzt nach und nach umsetzen, nachlesen: www.sabab-lou.de/category/chereponi-farming-project

GAMBIA dagegen hat im August einen rasanten Anstieg an Corona-Infektionen verzeichnet, mit bis zu 248 Neuinfektionen an einem Tag (Stand 23. August). Die Regierung hat daraufhin erneut den Ausnahmezustand ausgerufen, der bis zum 18. September gilt. Durch den zweiten Lockdown scheint sich die Lage – mit zeitlicher Verzögerung – etwas entspannt zu haben. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sinkt (Quelle: https://coronavirus.jhu.edu/region/gambia). Trotzdem ist die Lage in Gambia gerade sehr unsicher und wir müssen flexibel auf die sich fast täglich ändernden Gegebenheiten reagieren. Lesen Sie dazu auch das Update vom 25. August. Sobald es etwas Neues zu berichten gibt, werden wir Sie informieren. 

 

25. AUGUST: Die Pandemie wird zur Belastungsprobe

Eigentlich sind unsere Projektpartner und die Teilnehmenden in Ghana und Gambia bis jetzt gut durch die Pandemie gekommen. Doch nach sechs Monaten eingeschränkten Projektalltags spüren wir die ersten gravierenden Auswirkungen. Der Unterrichtsausfall und der erneute Lockdown werden zur Belastung für das Gambische Jugendprojekt. 


AUSBILDUNG VERLÄNGERT SICH

Seit Mitte März ist der theoretische Unterricht ausgesetzt. Wir haben versucht, den Ausfall aufzufangen, indem wir neue, selbsterklärende Unterrichtsmaterialien angefertigt haben, mit denen die Studierenden sich das begleitende theoretische Wissen zumindest im Ansatz selber aneignen können. Aber es ersetzt eben keinen Unterricht und die Studierenden haben Sorge, dass sie das fehlende Wissen aus diesem Semester nicht mehr aufholen können. Wir haben uns daher entschieden, das Studium, falls notwendig, zu verlängern. Wie lange, das wissen wir nicht. Aber vorausgesetzt, der Lockdown wird aufgehoben, versuchen wir, das Unterrichtspensum mit einer zusätzlichen Lehrkraft und verstärktem Theorieunterricht aufzuholen. Darauf bereiten wir uns vor und hoffen das Beste. 

START DER ZWEITEN GRUPPE VERSCHOBEN

Im September hätte die zweite Gruppe Studierender mit der Ausbildung starten sollen. Das wird nicht möglich sein. Die innergambischen Grenzen zwischen den Distrikten sind geschlossen, wir können keine persönlichen Interviews führen. Wir haben den Start jetzt erst einmal auf Mitte Dezember/Anfang Januar verschoben. Ob Gambia das Infektionsgeschehen bis dahin kontrolliert bekommt, bleibt abzuwartenWir sind auf Standby. 

WICHTIGE EINNAHMEQUELLEN BRECHEN WEG

Mit der Schließung der Distrikt-Grenzen am 5. August ist es uns unmöglich geworden, wichtige Großkunden mit den Eiern aus dem Projekt zu beliefern – eine wichtige Einnahmequelle für die Rural Development Organisation. Der verschobene Start der zweiten Gruppe führt zu einer verzögerten Anbauplanung, was ebenfalls Auswirkungen auf die Ertragseinnahmen hat. In Konsequenz erzielt die RDO derzeit nicht genug Einnahmen ein, um die operativen Kosten zu tragen. Aber es ist jetzt so. Wir werden als Sabab Lou finanziell einspringen müssen, in der Annahme, dass die RDO ihre Einnahmen bald wieder steigern kann.  

DIE GUTE NACHRICHT: 

Bis jetzt ist aus den Projekten noch Niemand erkrankt. Laut dem Gesundheitsministerium in Ghana, gibt es in der Upper Eastern Region, welche das Chereponi Distrikt miteinschließt, keine aktiven Corona-Erkrankungen mehr 

Die Gesundheit unserer Projektpartner und allen Teilnehmenden ist momentan das allerwichtigste. Für alles andere werden wir Lösungen finden. Wir halten Sie auf dem Laufenden. 

DIE ZAHLEN IM ÜBERBLICK:

GAMBIA:
Bestätigte Corona-Infektionen: 2.585 
Todesfälle87 

Das sind 813 neue Infektionen im Vergleich zur vergangenen Woche, ein neuer Rekordanstieg. Die Sterberate liegt bei 3,4 Prozent.  

GHANA:  
Bestätigte Corona-Infektionen: 43.622  
Todesfälle: 263 

Das sind 969 neue Infektionen im Vergleich zur vergangenen Woche. Mitte Juli wurden noch über 5.000 Neuinfektionen in einer Woche verzeichnet. Es scheint also eine rückläufige Entwicklung zu geben.  

 

06. AUGUST: Gambia verhängt erneut Ausgangssperre

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt binnen weniger Tage auf 935 (Stand 6. August 2020). Davon sind 136 wieder genesen, 16 Personen sind mit oder an Covid19 gestorben. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hat die Gambische Regierung deshalb erneut Ausgangssperren verhängt. Seit dem 5. August haben alle nicht systemrelevanten Geschäfte und Betriebe wieder geschlossen, ebenso Universitäten und religiöse Versammlungsorte. Lebensmittelläden und Märkte dürfen von 6 Uhr bis 14 Uhr öffnen; sonntags bleiben sie geschlossen, damit die Stadt umfassende Reinigungsmaßnahmen durchführen kann. Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gilt eine strikte Ausgangssperre. Die Grenzen bleiben – mit auf ein paar Ausnahmeregelungen für besondere Personen – geschlossen. 

Das Gambische Jugendprojekt tangiert die Ausgangssperre zum Glück nur bedingt. Der Unterricht darf zwar immer noch nicht stattfinden, aber die Arbeit im Garten geht wie gewohnt weiter. Als soziales Unternehmen darf die Rural Development Organisation weiter Gemüse produzieren und verkaufen. 

 

02. AUGUST: Die Infektionszahlen steigen 

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in beiden Ländern weiter an – insbesondere in Gambia steigen die Zahlen gerade rasant. Die Gambische Regierung hat am 30. Juli deshalb erneute Ausgangsbeschränkungen und Verhaltensregelungen verhängt: Nicht systemrelevante Geschäfte und Betriebe mussten wieder schließen. Überall auf den Straßen, in Transportmitteln und Geschäften muss eine Maske getragen werden. Treffen und Versammlungen im öffentlichen Raum sind untersagt. Die Bestimmungen sind vorerst auf 90 Tage begrenzt.   

Wichtig für uns ist: Akor Mukaila und Momodou Bah, die Geschäftsführer unserer Partnerorganisationen in Ghana und Gambia, melden aktuell noch keine Infektionen in den Projektregionen.  Es geht ihnen und allen Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmern gut.

Hier die Zahlen vom 2. August im Überblick:

GHANA:  
Bestätigte Corona-Infektionen: 37.014 
Davon genesen: 33.365 
Todesfälle: 182 

GAMBIA:   
Bestätigte Corona-Infektionen:  498 (95 bestätigte Infektionen mehr als am Vortag)  
Davon genesen: 68 
Todesfälle: 9 

Wir halten sie auf dem Laufenden. 

 

07. JULI: Positive Grundstimmung

Momodou Bah, Projektleiter des Gambian Youth Projects, berichtet uns von einer positiven Grundstimmung und dass die Auszubildenden im Projekt, aber auch die Menschen in Gambia insgesamt, noch keine wirklich große Sorge vor dem neuartigen Virus haben. Die insgesamt 61 Corona-Infektionen (davon 31 aktive Fälle, 27 sind genesen) die Gambia meldet, wirken im internationalen Vergleich fast marginal. Bis heute sind laut offiziellen Angaben nur drei Personen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Fast alle Corona-Infektionen wurden von außen importiert, schnell erkannt und die Kontaktpersonen in Quarantäne gesteckt, so dass das Infektionsgeschehen bislang sehr kontrolliert verläuft.

Auch wenn der theoretische Unterricht zurzeit nicht stattfinden darf, kann die Gartenarbeit immer noch wie gewohnt weitergehen. Die Auszubildenden arbeiten im Garten, verpflegen die Tiere und versuchen sich in der Zwischenzeit die Theorie begleitend zur Gartenarbeit eigenständig zu erarbeiten. Die RDO musste bis jetzt noch keine Verkaufsausfälle verzeichnen (die Gambische Regierung hatte schon früh die Marktpreise eingefroren, um mögliche Preisschwankungen zu verhindern). Die Nachfrage ist da und die RDO bekommt ihr gesamtes Gemüse und auch die mittlerweile fast 1.000 Eier täglich, auf dem Markt verkauft – selbstverständlich unter Einhaltung strenger Hygieneregeln.  

In unserer Projektregion in Ghana, wird das Virus ebenfalls als keine ernst zu nehmende Bedrohung wahrgenommen. Ghana meldet zwar mittlerweile 21.077 Corona-Infektionen (davon sind 16.070 Personen schon wieder genesen – bleiben 4.878 aktive Fälle), diese bündeln sich aber rund um die Greater Accra Region und die Ashanti Region. In der Upper Eastern Region, in dem sich auch das Chereponi-District befindet, steigen die Zahlen dagegen nur langsam – von 271 Mitte Juni auf 278 Corona-Infektionen aktuell. Hier können Sie die aktuellen Zahlen verfolgen: https://ghanahealthservice.org/covid19/ 

In der Chereponi-Region ist laut Akor Munkaila, Projektleiter unseres neuen Farming Projekts, noch kein Fall aufgetreten. Und selbst wenn – die Farmer haben gar keine Zeit, sich einer Angst oder Sorge hinzugeben, denn sie müssen jetzt schnell ihre Felder bestellen. Die Regenfälle haben eingesetzt und die Familien – ungeachtet, ob sie bei unserem neuen Projekt mitmachen oder nicht – müssen jetzt Mais und Hirse und Sojabohnen anpflanzen, damit sie in ein paar Monaten mit dessen Verkauf auch Geld verdienen können. Und wer weiß, vielleicht bleibt die entlegene Chereponi-Region auch verschont. Bis jetzt können wir die Maßnahmen unseres neu gestarteten Projekts in vollem Umfang umsetzen. 

 

20. JUNI: No news is good news 

Der Grund, wieso wir uns etwas länger nicht gemeldet haben ist an sich ein guter. Es gab in Bezug auf die Entwicklung der Pandemie nicht so viel zu erzählen.

Gambia meldet insgesamt 11 aktive Fälle. Von den 37 bestätigten Infektionen insgesamt, sind 24 schon wieder genesen. Die Lage scheint unter Kontrolle. 

Das bedeutet: Auch wenn der Höhepunkt der Pandemie vielen Ländern erst noch bevorsteht, können wir unsere Projektarbeit derzeit wie gewohnt fortführen.

Nicht nur das. In Gambia öffnen die Universitäten ab Mittwoch, den 24. Juni, wieder ihre Türen und die Studierenden sollen ihre Prüfungen antreten. Auch die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse sollen wieder mit dem Unterricht starten. Noch gibt es keinen Startschuss für die Wiederaufnahme der theoretischen Ausbildung im Gambischen Jugendprojekt, doch mit der positiven Entwicklung hoffen wir, schon bald wieder unterrichten zu dürfen.

In Ghana steigen die Fallzahlen zwar – insgesamt sind mittlerweile 14.154 bestätigte Corona-Infektionen gemeldet, davon sind 10.473 bereits genesen. Und auch in der Upper East Region sind mittlerweile 271 Fälle gemeldet. Aber im Chereponi-District, wo wir arbeiten, scheint die Lage noch ruhig. Projektleiter Akor Munkaila schrieb uns, dass im Projektgebiet bis jetzt noch kein Fall gemeldet wurde.

 

30. MAI: Ghana lockert Corona-Schutzmaßnahmen

Am Samstag, den 30. Mai, hat der Ghanaische President Nana Addo Dankwa Akufo-Addo erste Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen verkündet.

Ab dem 5. Juni dürfen Gottesdienste und private Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder Beerdigungen, mit bis zu 100 Personen wieder stattfinden. Damit werden auch Dorftreffen wieder möglich, eine Erleichterung für Projektleiter Akor Munkaila von der Farming Development Organization (FDO).  Ab dem 29. Juni dürfen dann die Studierenden der letzten Jahrgänge ihr Studium an der Universität oder Hochschule wieder aufnehmen. Demonstrationen oder Sportveranstaltungen sind immer noch untersagt. Die Grenzen bleiben weiterhin geschlossen. Dennoch ein gutes Zeichen, dass die Pandemie kontrollierbar zu sein scheint.  

 

27. MAI: Corona Infektionen unter Kontrolle

The Zahl der Neu-Infektionen steigt kaum oder nur langsam.

In Gambia sind aktuell 6 aktive Infektionen gemeldet. Von den 25 infizierten Personen sind 18 schon wieder genesen. 

Ghana meldet 7.303 Fälle, von denen 2.412 Personen genesen sind. In der Upper Eastern Region, unserer Projektregion, sind weiterhin nur 26 Fälle gemeldet. 

 

23. MAI: EID MUBARAK!

Am Samstag, den 23. Mai, haben die Studierenden im Gambian Youth Camp zusammen das Ende des Ramadan gefeiert. EID feiert man meistens im großen Kreis der Familie. Es ist ein wichtiges Fest für Muslime und den Studierenden des Youth Camps war es freigestellt, ob sie das Fest lieber mit ihren Familien und Verwandten feiern wollten. Die einzige Auflage war, dass sie, wenn sie nach Hause fahren, erst wieder zurück kommen dürften, wenn die Kontaktbeschränkungen aufgehoben sind. Doch das Leben im Camp scheint den Studierenden zu gefallen, die Arbeit in den Gärten eine Priorität für sie zu haben. Deswegen sind sie alle geblieben und haben zusammen, als eine neu gefundene Familie, gefeiert. 

 

11. MAI: Corona-Infektionen kontrollierbar 

Aus Ghana werden mittlerweile 4.700 Corona-Infektionen gemeldet, 26 davon in der Upper Eastern Region. Die Zahl der Infektionen steigt also, doch nur sehr langsam. Die Lage scheint kontrollierbar zu sein. Die 22 Corona-Erkrankungen in Gambia wirken nicht bedrohlich. Und so berichten auch die beiden Projektleiter  – Momodou Bah aus Gambia und Akor Mukailia aus Ghana  – sehr unaufgeregt aus den Projekten. Unter Einhaltung der neuen Hygienevorschriften können beide wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen. Panik spüren sie keine. 

 

29. APRIL: Die Gartenarbeit im Gambischen Jugendcamp geht wie gewohnt weiter

Abgesehen von den verschärften Hygienemaßnahmen, gehen Arbeit und Leben im Gambischen Jugendproject fast wie gewohnt weiter.
Momodou Bah, der Projektleiter vor Ort schreibt uns heute: 
„Die Arbeit im Garten geht wie gewohnt weiter. Derzeit ernten wir Gurken, Okra, Aubergine, Zwiebeln, Tomaten und Salat und verkaufen diese in kleinen Mengen auf dem Markt.“ 
Auch scheint es derzeit keine Lebensmittelknappheit zu geben, Lebensmittel sind zu jeder Zeit auf dem Markt erhältlich. Andere Geschäfte mit „non essential goods“ öffnen im Wechsel Vormittags und Nachmittags, um Gedränge zu vermeiden. 

Zu den Infektionszahlen:
Aus Gambia gibt es keine neuen Meldungen. 

In Ghana ist die Anzahl an COVID-19 Infizierten mittlerweile auf 2.074 gestiegen, mit jetzt 19 gemeldeten Infektionsfällen in der Upper Eastern Region, unserer Projektregion. 

 

27. APRIL: Die Regensaison in Chereponie, Ghana, hat begonnen

Gute Nachrichten: Im Nord-Osten Ghanas hat der Regen eingesetzt – die Natur hat unbeirrt von der Corona-Pandemie ihre Saison. 

Einige Farmerfamilien fangen jetzt an zu pflügen, stecken Yams und Cassava, säen Melonen oder Zuckermais. Mais, Hirse und Sojabohnen werden dann mit Beginn des Sommermonsuns von allen Farmern kultiviert (bei dessen Anbau werden wir im Rahmen des neuen Projekts unterstützen). Zum Glück wurden alle – wenn auch nur kurzfristig geltende – Ausgangsbeschränkungen aufgehoben, so dass die Landbevölkerung wie gewohnt ihre Felder bestellen kann. 

Die ersten starken Regenfälle in Chereponie, Ghana, geben den Startschuss für die Feldarbeit.

Zu den Infektionszahlen:
Die Corona-Infektionen in Ghana sind auf 1.550 gestiegen. In der Upper Eastern Region wurden keine neuen Fälle gemeldet, dort sind weiterhin nur 8 Infektionen registriert. 

Gambia meldet mittlerweile 10 Corona-Infektionen. 

 

18. APRIL: Situation in den Projektregionen bleibt entspannt

Die Corona-Infektionen in Ghana sind auf 834 gestiegen, in der Upper Eastern Region sind 8 Fälle gemeldet. 

Aus Gambia sind weiterhin nur neun Fälle gemeldet. 

 

17. APRIL: Online-Unterricht für die Business Module ist vorbereitet 

Noch darf der Unterricht im Gambischen Jugendprojekt nicht wieder starten. Doch für den Moment, in dem Schulen und Ausbildungsstätten wieder öffnen dürfen, sind wir vorbereitet. Die Lufthansa Trainees Anh-Thu und Larissa haben diese Woche den Online-Unterricht zum Thema „How to sell your business idea“ fertig gestellt. Wir warten nur noch auf den Startschuss. Wir berichten dann. 

Beispiel aus der Powerpoint Präsentation für den Online-Unterricht

 

11. APRIL: Corona-Infektionen steigen langsam

In Gambia sind fünf neue Corona-Infektionen bestätigt worden. Demnach sind insgesamt neun Infektionen gemeldet, davon ein Todesfall.  

Die Infektionen in Ghana sind auf 408 gestiegen (Stand 10. April 23:00 Uhr). In der Upper Eastern Region, wo auch das Anoshe Women-Projekt angesiedelt ist und auch das neue Projekt bald stattfinden wird, ist bisher lediglich ein Fall gemeldet.

 

6. APRIL: Gambische Regierung friert Marktpreise ein 

Diese Meldung haben wir am 6. April von Projektleiter Momodou Bah aus Gambia erhalten: „Die Gambische Regierung hat die Marktpreise eingefroren. Alle Verkäufer, die ihre Marktpreise erhöhen und versuchen aus der Krise Profit zu schlagen, werden von der Polizei festgenommen und müssen sich vor Gericht verantworten. Manche mussten bereits eine halbe Millionen Dalasi (ca. 9.000 Euro) als Strafe zahlen und ihnen wurde ihre Verkaufslizenz entzogen.“

Die Gambische Regierung greift hart durch. Das ist eine positive Entwicklung, denn es war zu befürchten, dass aufgrund der zu erwartenden Lebensmittelverknappung die Marktpreise in die Höhe schießen würden. Und so etwas, trifft natürlich immer die Ärmsten am härtesten. 

Nicht so in Ghana. Dort erzählt Projektleiter Akor Munkaila, dass sich die Preise für Lebensmittel teilweise verdoppelt hätten. Hier kommt es darauf an, wie lange die Sicherheitsmaßnahmen noch andauern. Sobald sich die Lage etwas entspannt, rechnet Akor damit, dass sich auch die Preise wieder normalisieren werden. 

 

3. APRIL: Unsere Partnerorganisation darf weiter Gemüse anbauen

Gute Nachrichten aus dem Gambischen Jugendprojekt: Zwar ist die Ausbildung bis auf weiteres ausgesetzt. Die Produktion auf den Feldern kann allerdings unter veränderten Voraussetzungen fortgeführt werden. Das hat die von uns beauftragte Anwaltskanzlei im Rahmen einer rechtlichen Prüfung bestätigt.

Gemüseanbau im Gambischen Jugendprojekt, Januar 2020

Hintergrund:
Dadurch, dass wir unsere Partnerorganisation, die Rural Development Organisation (RDO), damals als „social entrepreneur“ gegründet haben, darf sie jetzt als systemrelevanter Produzent weiter Gemüse anbauen. Das war Momodou Bah, Leiter des Projekts, angesichts zu erwartender Lebensmittel-Engpässe, besonders wichtig.

Dafür bekommen die Studierenden von der RDO befristete Arbeitsverträge. So wird die Ausbildungsstätte offiziell zu einer Produktionsstätte und darf geöffnet bleiben. Dabei gilt die strikte Einhaltung der Verordnungen der WHO zum Schutz aller im Camp lebenden Personen.

Allen Studierenden wurde zur freien Wahl gestellt, ob sie zu ihren Familien zurückkehren möchten. Sie haben sich fast alle entschieden zu bleiben. Nur drei sind für die Dauer der Schutzmaßnahmen in ihre Dörfer zurückgekehrt. Das in dieser Ausnahmesituation doch so viele Studierende im Camp bleiben, freut uns sehr. Es zeigt großes Vertrauen in die Führungskräfte vor Ort.

 

2. APRIL: Es wird nicht leicht, aber wir starten ein neues Projekt in Ghana

Ghana meldete bis zum 2. April um 14:00 Uhr insgesamt 204 Corona-Infektionen. Auch in der Northern Region sind 10 Fälle gemeldet. Es dürfen keine öffentlichen Versammlungen abgehalten werden. Zusammenkünfte von mehr als sechs Personen sind untersagt.

Das bedeutet derzeit einen erheblichen Mehraufwand für Projektleiter Akor Munkaila. Wir starten ein neues Projekt (wir werden bald ausführlich berichten) und Akor Munkaila steckt mitten in den Vorbereitungen. Anstatt Dorfmeetings abzuhalten, bespricht er die neu vorgesehenen Maßnahmen im Projekt mit allen Farmer-Familien einzeln. Das ist viel Arbeit, aber nur so können wir die Gesundheit von allen sichern und weiter voranschreiten.

Akor Munkaila mit Frauen der Anoshe Women Group, November 2016

Wegen umfassender Desinfektionsmaßnahmen, ist der Markt in Chereponi für den Tag geschlossen.

Desinfektionsmaßnahmen in Chereponie, 2. April 2020

 

28. MÄRZ: Anwaltskanzlei prüft mögliche Schließung des Jugendcamps

Angesichts der verschärften Schutzmaßnahmen, stehen wir vor der Frage, ob das Jugendcamp schließen muss. Da die RDO aber sowohl Ausbildungsstätte als auch Lebensmittelproduzent ist, ist die Sachlage nicht ganz eindeutig. Wir beauftragen eine bekannte Kanzlei zur Klärung der Rechtslage.

 

27. MÄRZ: Gambische Präsident lässt nicht systemrelevante Orte schließen

In seiner zweiten Ansprache an die Nation, verkündet Präsident Adama Barrow die Schließung von öffentlichen Plätzen, sowie allen nicht systemrelevanten Orten, wie Kinos, Fitnessstudios, Schwimmbädern, Veranstaltungsorte, religiöse Stätten. Zusammenkünfte von mehr als zehn Personen sind verboten. 

 

25. MÄRZ: Wir starten mit der Planung des Online-Unterrichts in Gambia

Damit der Business Unterricht im Gambischen Jugendprojekt so bald wie möglich weitergehen kann, besprechen wir mit den Lufthansa Trainees die Gestaltung des digital-interaktiven Unterrichts und beginnen mit den Vorbereitungen.

Ghana schließt alle Grenzen. Bis dato sind 78 Corona-Infektionen gemeldet. 

 

24. MÄRZ 

Gambia schließt die Grenzen zum Senegal und den Luftraum.

 

23. MÄRZ 

Ghana meldet insgesamt 24 Corona-Infektionen.

 

18. MÄRZ: Wir verschärfen die Hygienemaßnahmen im Jugendcamp

Wir besprechen verschärfte Hygienemaßnahmen für die Studierenden im gambischen Jugendcamp mit der Campleitung der Rural Development Organisation (RDO). Außenkontakte werden auf ein Minimum reduziert. Lebensmittelvorräte für Mensch und Tier sollen angeschafft werden, da es zu Engpässen kommen könnte.

Wir besprechen mit den für die Lufthansa Management Trainees zuständigen Abteilungen das weitere Vorgehen. Den Business-Unterricht einfach ausfallen zu lassen, ist für uns keine Option. Sie stimmen einer Fortführung des Unterrichts über digitale Wege zu: www.sabab-lou.de/folgen-des-coronavirus/

 

17. MÄRZ: Lufthansa Trainees im Jugendcamp müssen Gambia verlassen

Ausländische Besucher und Touristen werden gebeten in eine zweiwöchige Quarantäne zu gehen. Die Regierung erwirkt einen Einreisestop für Touristen aus Regionen mit erhöhten Corona-Fällen (u.a. Europa). Regierungsangestellten werden Auslandsreisen untersagt. Öffentliche Veranstaltungen, so wie Konferenzen, Demonstrationen oder Trauerfeiern sind verboten. Die gambische Regierung ruft landesweite Schulschließungen für zunächst 21 Tage aus. 

Wegen der verschärften Situation in Europa weist das Auswärtige Amt alle im Ausland befindlichen Deutschen an, unverzüglich die Heimreise anzutreten. Die Fluggesellschaft Brussels Airlines verkündet den letzten Flug aus Gambia für den 21. März. Die Lufthansa Trainees reisen noch am Abend des 17. März aus.

Lufthansa Trainees unterrichten die Business Module im Gambischen Arbeits- und Ausbildungsprojekt, Januar 2020

Das öffentliche Leben in Gambia geht –  wenn auch mit Einschränkungen  – vorerst weiter. Das Jugendcamp darf weiter geöffnet bleiben.

 

16. MÄRZ

Gambia meldet den ersten Corona-Fall.

 

13. MÄRZ

Ghana meldet die ersten Corona-Infektionen.

 

QUELLEN:

  • http://www.moh.gov.gm/
  • https://ghanahealthservice.org/covid19/

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